Wer denkt bei Social Media nicht zuerst an Facebook. Der Platzhirsch mit ca. einer Milliarde Mitgliedern auf der ganzen Welt ist quasi zum Synonym für soziale Netzwerke geworden. Doch neben Facebook gibt es eine Vielzahl von anderen Netzwerken, die in Nischen stark geworden sind oder es zumindest versuchen. Hinzukommt: Jüngere Nutzer wenden sich von Facebook ab und wenden sich anderen Diensten zu.Einige dieser Dienste bieten auch interessante Möglichkeiten für das Immobilienmarketing. Das soll nicht heißen, dass Sie jetzt stundenlang an mehreren Social Media-Präsenzen basteln müssen. Beschränken Sie sich auf die, die Sie ohne Probleme im Blick haben können und die Sie vielleicht selbst bereits nutzen. Da alle Dienste kostenlos sind, können Sie auch vieles ausprobieren und es wieder lassen, wenn sich Ihre Kunden dort nicht ansprechen lassen. Wenn Sie ein Netzwerk wieder verlassen, treten Sie den Rückzug geordnet an. Eine vollkommen verwaiste Präsenz hilft niemandem weiter. Entweder legen Sie einen Account komplett still oder Sie verweisen in einem letzten Beitrag auf andere Wege, unter denen Sie weiterhin erreichbar sind.

Einfach und schnell Blog anlegen mit tumblr

Mit tumblr können Sie schnell eigene Blogs anlegen und die Blogs anderer abonnieren.

Aktuell in den Schlagzeilen war tumblr. Mit tumblr können ansprechende Blogs in wenigen Minuten eingerichtet werden. Ähnlich wie in Facebook werden in tumblr Inhalte von anderen Nutzern mit einem Klick mit den eigenen Followern geteilt. Man kann interessanten Blogs anderer Nutzer folgen, ohne sich „befreunden“ zu müssen. Die eingestellten Inhalte können aus Text, Bildern, Videos, oder Sounds bestehen. Anders als Facebook hat tumblr von Haus aus keine Kommentarfunktion.

tumblr richtet sich an junge, kreative Nutzer aus aller Welt und ist gerade in der Zielgruppe der 18 bis 24-Jährigen sehr beliebt. Da das sicher nicht die Kern-Zielgruppe für Immobilienmarketing ist, kann auf eine Präsenz hier zunächst noch verzichtet werden. Soziale Netzwerke „altern“ jedoch recht schnell, wenn die Nutzerzahl stark ansteigt, sodass in ein bis zwei Jahren tumblr nochmal auf der Agenda stehen sollte.

Frauen sind bei Pinterest in der Mehrheit

„Pinnen“ Sie interessante Fundstücke an eigene und fremde Pinnwände.

Das Internet ist scheinbar immer noch männlich dominiert. Ganz anders bei Pinterest: Hier haben Frauen die Mehrheit. Und da die Eigenheimsuche eine Aufgabe ist, der sich in der Regel wohl Frauen widmen, liegt hier ein Anknüpfungspunkt für das Immobilienmarketing. Auf Pinterest legen Nutzer Pinnwände zu verschiedenen Themen an und „pinnen“ interessante Fundstücke dazu (Bilder, andere Webseiten usw.) an ihre Pinnwände. Findet ein Nutzer etwas auf einer fremden Pinnwand, kann es mit einem Klick auf die eigene Pinnwand übernommen werden. Auch ist es möglich, an fremde Pinnwände zu pinnen. Wenn Sie eine Pinnwand mit Ihren aktuellen Immobilienangeboten veröffentlichen, erhalten Sie sicherlich eine Verbreitung in der Zielgruppe.

Der Angreifer: Google+

Hat ein hohes Diskussionsniveau und ist mit der Google-Suchmaschine verknüpft: Google+

Googles eigenes soziales Netzwerk ist nach Facebook die Nr. 2 in Deutschland. In der
Wahrnehmung ist davon zunächst nichts zu spüren. Google+
hat ein paar interessante Vorzüge gegenüber der Konkurrenz: Fachleute sind sich einig,
dass das Diskussionsniveau um einiges höher ist. Google+ macht es einfacher,
interessante Themen zu finden und sich an Diskussionen zu beteiligen. Der
entscheidende Vorteil jedoch: Die Google-Suchmaschine weist Inhalten, die aus Google+
stammen oder damit verknüpft sind, eine höhere Relevanz zu. Sollten Ihre Kunden
überwiegend über Google zu Ihnen kommen, kann eine Präsenz hier sehr sinnvoll sein.

Wo bin ich? Zeigen Sie es mit Foursquare

Bei Foursquare geben die Nutzer an, wo sie sich gerade aufhalten. Das kann interessant
für Guerilla-Marketing-Aktionen sein, wie wir kürzlich im Beitrag „Erreichen Sie
Interessenten auf dem Smartphone“
gezeigt haben.

Die Business-Foren von xing und Linkedin

Alleine xing hat über 400 Gruppen zum Stichwort Immobilien, in denen Sie Ihre Zielgruppe ansprechen können.

So richtig als soziales Netzwerk werden auch xing und Linkedin nicht wahrgenommen. Doch beide sind unter den Top 10 in Deutschland zu finden, xing sogar auf Platz 3, noch vor Twitter. Interessant fürs Immobilienmarketing? Ja! Denn in den Gruppen finden Sie Gesuche, Angebote und viele fachliche Diskussionen, an denen Sie einfach teilnehmen können, um Ihr fachliches Profil zu schärfen und gleichzeitig ein bisschen Marketing in eigener Sache zu betreiben. In der richtigen Gruppe können Sie Ihre Zielgruppe ohne Streuverlust ansprechen.

Allgemeine Hinweise zu Bildern in sozialen Netzwerken

Die meisten sozialen Netzwerke, insbesondere solche, bei denen es um das Teilen von
Bildern geht, haben in ihren Nutzungsbedingungen Passus, mit denen Sie dem Dienst
umfangreiche Nutzungsrechte an hochgeladenen Bildern einräumen. Das ist
problematisch, wenn Sie die Bilder nicht selbst hergestellt haben, also nicht deren
Urheber sind. Was im privaten Bereich kaum jemanden interessiert, kann sich gerade
bei eingekauftem Bildmaterial schnell zur Kostenfalle entwickeln.
Sobald Sie zum Beispiel bei einem Fotografen ein Bild einer Immobilie machen lassen,
kaufen Sie ihm in der Regel das Nutzungsrecht ab. Hier müssen Sie aber die
Unterlizenzierung gesondert vereinbaren. Bei Bildern, die aus Stockarchiven stammen
(egal ob kostenlos oder kostenpflichtig), ist die Unterlizenzierung in der Regel in den
AGB ausgeschlossen. Wenn Sie so ein Bild in einem sozialen Netzwerk posten, begehen
Sie eine Urheberrechtsverletzung. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie lediglich
Bilder verwenden, die Sie selbst aufgenommen haben.

Autor: Timo Stoppacher, Kreativpool immotional.

Publiziert am 28.05.2013

  1. Jan
    17.09.2014

    Interessanter Artikel. Und danke für denn Tipp mit den Lizenzrechten das ist etwas was man schnell vergisst.

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