E-Books sind praktisch. Man hat ganz viel Lesestoff dabei, die Reader wie zum Beispiel der Kindle wiegen fast nichts und es macht richtig viel Spaß, mit ihnen zu lesen. Aber bei (mindestens) 10 Dingen, mit denen gedruckte Bücher das Leben zusätzlich bereichern, müssen die E-Books passen.

 

 

 

  1. Flirten
    „Hi, das Buch kenne ich, das ist interessant. Gehen wir essen?“ Wie wollen Sie so mit jemandem flirten, wenn Sie nur den E-Book-Reader sehen und nicht was gelesen wird. Fazit: Mit einem E-Book verpassen Sie wichtige Chancen zur Kontaktaufnahme.
  2. Lästern
    Umgekehrt zum Flirten: Sie können auch nicht das Cover des Diätratgebers sehen, den das pfundige Gegenüber liest. Oder sich über den Schmachtfetzen von Rosamunde Pilcher lustig machen. Hat natürlich für den Lesenden den Vorteil, dass er vor peinlichen Situationen bewahrt bleibt.
  3. In der Badewanne sitzen
    Wenn ein E-Book-Reader ins Wasser fällt, ist er meistens hinüber. Es gibt zwar entsprechende Schutzhüllen, aber es entspannt sich mit einem Buch in der Badewanne wohl besser, wenn man weiß, dass Wasser nicht das Buch ganz zerstört (wobei die gewellten Seiten nach einem Bad auch nicht so schön sind). Kleiner Tipp: Wenn der Reader ins Wasser gefallen ist, versuchen Sie nicht, ihn auf der Heizung oder in der Mikrowelle zu trocknen.
  4. Verschenken
    Bücher werden immer wieder gerne verschenkt. Das geht natürlich auch mit E-Books. Aber statt einem liebevoll eingepackten Buch, das vielleicht noch mit einer Widmung versehen ist, bekommt der Beschenkte nur eine E-Mail mit dem Downloadlink. Und da fehlt einfach der freudige Gesichtsausdruck beim Auspacken. Oder das kurze Entsetzen, wenn man vollkommen danebengegriffen hat.
  5. Verleihen
    In den USA ist es möglich, bei uns zumindest noch nicht mit allen Systemen: gekaufte E-Books verleihen. Sie können höchstens den E-Book-Reader verleihen, aber dann haben Sie ja nichts mehr zum Lesen – und müssen doch wieder ein gedrucktes Buch zur Hand nehmen. Andererseits entfällt die Frage: „Wem habe ich nochmal meinen Rom-Reiseführer geliehen?“
  6. In die Bücherei gehen
    Runter von der Couch! Gehen Sie in die Bücherei und leihen Sie Bücher. Da bekommt man wenigstens Bewegung und frische Luft. Mit dem E-Book-Reader wird man dann eher zum Couch-Potato. Und in der Bücherei lässt es sich sehr intellektuell flirten (siehe Punkt 1).
  7. Stöbern
    Was gibt es Schöneres, als durch eine Buchhandlung zu stöbern? Stattdessen klickt man sich bei E-Books durch Webseiten oder den Katalog auf dem Gerät. Wieder der Hinweis: Kontaktaufnahme!
  8. Die Rückseite lesen
    Wer sich nur noch durch Kataloge klickt, entscheidet zunächst nur noch Anhand des Coverbildes, welches Buch er näher betrachtet. Im Laden greift man eher mal zu, dreht das Buch und liest die Beschreibung auf der Rückseite – und stellt es schnell wieder ins Regal. „Don’t judge a book by its cover.“
  9. Fühlen
    Das Rascheln eines Buches ist schon ein schönes Geräusch. Der Tastendruck des E-Book-Readers ist nicht ganz so sinnlich. Wobei die Gefahr geringer ist, sich an einem E-Book-Reader zu schneiden.
  10. Riechen
    Neue Bücher haben einen ganz besonderen Geruch. Aber atmen Sie nicht zu tief ein, Feinstaubgefahr.

Sie sehen, es gibt gute Gründe, beim Papierbuch zu bleiben. Zumindest wenn Sie diese 10 wichtigen Kulturtechniken nicht verlernen wollen. Fallen Ihnen noch mehr Gründe ein?

Und doch ein paar Vorteile der E-Books

Es gibt auch eine Menge Dinge, die Sie mit gedruckten Büchern nicht machen können. So können Sie zum Beispiel in E-Books Kommentare und Notizen einfügen, die ein gedrucktes Buch „versauen“ würden. Und dank Social Media können Sie Buchstellen empfehlen, mit Freunden kommentieren und sehen, was andere Leser an dieser Stelle gedacht und kommentiert haben. So wird selbst der Couch-Potato wieder zum sozialen Wesen.

Natürlich wird wieder geschrien, dass das E-Book den Tod des gedruckten Buches bedeutet, aber mal im Ernst: Das haben wir doch jetzt schon oft genug gehört. Wir haben Radio, TV, Kino, INTERNET – und trotzdem gibt es weiterhin gedruckte Bücher. Gefühlt immer mehr. Jedes Medium erobert sich seinen Platz und verdrängt dabei selten ein anderes. Der Medienkonsum insgesamt nimmt nachweislich zu, was sich dadurch erklärt, dass viele Menschen mittlerweile zwei Medien (zum Beispiel TV und Internet) parallel nutzen.

Autor: Timo Stoppacher, Kreativpool immotional.
Foto: Julien Christ / pixelio.de

Publiziert am 12.06.2013

  1. Karsten
    14.05.2014

    Kleiner Vorteil der EBooks: man kann wesentlich dickere Schinken gut lesen – habe kürzlich über 700 Seiten eines englischen EBooks gelesen, sowas hätte ich in Papier nicht mal angefasst 😉

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