„Social Media“ ist das Marketing-Schlagwort 2010 und der Hype um Facebook, Twitter und Co. wird auch in Zukunft nicht abreißen. Denn die Vorteile von richtig eingesetzten „Social Media“-Aktivitäten sind so überzeugend, dass in Zukunft kein Unternehmen mehr darauf verzichten sollte. Aber was verbirgt sich hinter dem Schlagwort „Social Media“? Welche Grundprinzipien stecken dahinter? Damit Sie Facebook und andere „Social Media“-Netzwerke effektiv einsetzen können, sollten Sie ein Grundverständnis über die Idee „Social Media“ besitzen, die „Social Media“-Philosophie verstehen.
Social Media ist Gemeinschaftsbildung
Bei „Social Media“-Aktivitäten geht es – ganz allgemein gesagt – um Gemeinschaftsbildung. Auf einer Website treffen sich Menschen mit ähnlichen Interessen und Vorlieben und ähnlicher soziokultureller Herkunft, um sich auszutauschen oder in Kontakt zu bleiben.
Für Marketing-Menschen ist dabei besonders der Multiplikatoren-Effekt von Bedeutung. Man kann hier von digitaler Mund-zu-Mund-Propaganda sprechen. Ein Freund hört eine Neuigkeit oder Kuriosität, stellt diese auf seine Seite und so hören wieder ganz andere Menschen von der Nachricht. Interessante Neuigkeiten können sich so rasend schnell verbreiten. Handeln diese Neuigkeiten von einem Produkt, einer Marke, einer Immobilie, einem Städtebauprojekt oder ähnlichem verbreiten sich diese Nachrichten schnell innerhalb einer großen Zielgruppe – ohne weitere Marketing-Ausgaben. Sie kommunizieren also mit einer Gruppe, die in der Regel ähnliche Interessen teilt. Somit verfügen Sie über eine vorsegmentierte Zielgruppe – ein großer Vorteil.
Seine Zielgruppe sollte jeder „Social Media“-Marketer kennen , ihre Vorlieben, ihre Interessen. Denn diese muss er bedienen, über diese muss er kommunizieren.
Social Media ist interaktive Kommunikation
Interaktivität ist der Schlüssel für den „Social Media“-Erfolg. Die Menschen müssen im Internet nicht mehr passiv zuhören, sie können aktiv an Diskussionen teilnehmen. Das macht den Erfolg von Seiten wie Facebook aus. Die Mitglieder können sich austauschen. Das ändert aber grundlegende Aspekte der werblichen Kommunikation. Funktioniert klassische Werbung nach dem Sender-Empfänger-Modell, das heißt, es gibt einen Sender und viele Empfänger, die die Nachricht im besten Fall wahrnehmen, so ist auf „Social Media“-Plattformen jeder ein Sender und Empfänger. Das heißt aber auch – und hier liegt eine Fallgrube –, dass Sie nicht immer Herr der Nachricht sind, die Sie verschicken wollen. Nachrichten können sich selbstständig machen und im schlechtesten Falle in eine entgegengesetzte Richtung gehen. Neuigkeiten auf „Social Media“-Plattform kann man steuern, aber eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.
Wie sehen erfolgreiche „Social Media“-Nachrichten aus?
Die Interaktivität des Mediums ist von entscheidender Bedeutung für die Form der Nachricht. Die Botschaft muss unterhaltsam, interessant oder lustig sein. Und nicht nur für Ihr Unternehmen, sondern für eine breite Zielgruppe. Sie muss so einmalig sein, dass andere Sender die Nachricht für sendenswert halten. Das heißt für Unternehmen, sich von der häufig angewendeten Art der Kommunikation zu verabschieden. Ein Unternehmen, das nur von sich erzählt, immer aus der Ich-Perspektive, wird keinen Erfolg auf „Social Media“-Plattformen erzielen. Aus „Wir haben das, wir können jenes“ wird „Das könnte Sie vielleicht interessieren. Es ist lustig. Es ist informativ.“
Die Grundregeln für „Social Media“-Aktivitäten
- Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen.
- Hören Sie dieser zu.
- Nehmen Sie sich zurück.
- Lassen Sie Reaktionen zu. Diese sind ausdrücklich erwünscht.
- Auch wenn mal ein Kommentar schlecht ausfallen. Löschen Sie diesen nicht, sondern erklären Sie Ihre Position sachlich.
- Seien Sie aktuell.
- Seien Sie informativ.
- Seien Sie unterhaltsam.
- Nicht Sie stehen im Mittelpunkt der Diskussion, sondern die Interessen der Gruppe.
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Autor: Jens Hüttenberger, Kreativpool immotional. Texter und Buchautor |
Publiziert am 21.03.2011

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